Archiv der Kategorie: Vorbereitung

Nach der Saison ist vor der Saison!

Platzmangel beim FC St.Pauli

Herrlich, heute ist Samstag und im Radio läuft die Bundesligakonferenz. Es ist also genug Zeit, um auf das Spiel am vergangenen Mittwoch zurück zu blicken.

Obwohl, eigentlich beschäftigt mich eine andere Sache viel mehr: Was ist eine Fussballmannschaft ohne eigenen Fussballplatz? Sie ist dazu verdammt, die Vorbereitung auf den Wiesen rund um die Alster zu verbringen. Der geneigte Leser fragt sich sicher warum kein eigener Platz? Ihr spielt doch bei einem bekannten Verein, da gibt es doch Plätze in Hülle und Fülle! Jaja, sie haben ganz recht werter Herr Leser, leider ist die Amateurfussballabteilung ein kleines Stiefkind des Vereins. Denn durch die notwendig gewordenen Umbauarbeiten an unseren (manchmal un-)geliebten Grandplatz an der Feldstrasse, sind unsere Plätze unbespielbar. Da von Vereinsseite kein Ausweichplatz angeboten wurde, sammeln sich die Spieler nun auf den holprigen Wiesen um sich auf die Saison vorzubereiten. Bänderriss galore!

Bald wird es hier einen wunderschönen Kunstrasen-Platz geben:

feld09_1

Bald leuchtet hier Kunstrasengrün!

Naja, genug rumgeheult. Nun will ich doch noch kurz zurück zum Spiel vom Mittwoch blicken. Nach dreimaligem Rückstand haben wir der 7. Herren des FC St.Pauli ein 5:4 abgetrotzt und konnten zufrieden ins Viertel zurückfahren.

Mannschaftsaufstellung:

FC St. Pauli 5. mit: Naffe – Schulz – Heidtmann, Johansson – Matzke, Faust, Knauer, Fitzner – Rox – Straakholder, Büsching (Szabo, Ernst, Burg). Coach: Ehlert

Tore: 0:1, 1:1 Rox, 1:2, 2:2 Straakholder, 2:3, 3:3 Straakholder, 4:3 Rox, 5:3 Büsching, 5:4

Am Sonntag geht’s um 13.00 Uhr gegen die 2. Mannschaft des SC Sternschanze im Käfig an der S-Bahnstation „Sternschanze“. Kommt doch vorbei, wenns keinen Braten gibt!

Comeback

Zum Leidwesen der Mannschaft bleibt festzustellen, dass ich meine Vorbereitung nun doch nicht wie angekündigt vollzogen habe. Die Gründe sind einfach und einleuchtend, zumindest für den Leser, der schon mal im Süden war. Folgende Entschuldigungen werden somit im Klassenbuch vermerkt: Hitze (35-37 Grad), Strand (s. Bild), Meer (auch s. Bild).

Gerade habe ich den Heimweg angetreten und schreibe diesen Text auf der Fahrt vom Flughafen nach Hause. Sobald ich mich akklimatisiert habe (und zwar an diesen Temperaturunterschied von fast 10 Grad), geh ich wieder laufen. Echt. Versprochen. Vielleicht schon Montag oder Dienstag.

Der Geruch der Niederlage

Das erste Vorbereitungsspiel ist gelaufen, die erste Niederlage nach dem Abstieg in unterste Klasse der deutschen Fussballrepublik ist eingefahren.

Abstieg ist ein gräßliches Wort. Es symbolisiert Verlust und Tränen, hängende Köpfe und Niedergeschlagenheit. Olfaktorisch gesehen ist es in die Kategorie knapp neben Müllberg einzuordnen.

Wie riecht Abstieg? Ein Geruch der sich schwer fassen lässt. Auch nach Siegen riecht es nach Schweiß und feuchten Trikots, nach Asche und abgestandener Luft in den Kabinen. Feuchtwarme Luft wabert durch die Kabine. Der Geruch der Niederlage ist jedoch anders, es riecht nach Verzweiflung und es gibt keinen Biergeruch. Dieser Geruch hat sich einfach den Gefühlen der Spieler angepasst. Er kriecht langsam in die Nase und erreicht die Schleimhäute und lässt die Spieler ihren Kopf schütteln. Kaum jemand nimmt ihn wahr, denn es ist doch eigentlich nur ein Teil der Verzweiflung. Doch der Geruch ist für die Niedergeschlagenheit in der Kabine mitverantwortlich, dabei sind es wie auf dem Spielfeld nur feine Nuancen, die ihn vom Geruch des Sieges unterscheiden.